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In der Stille des Kellers
Die Tür öffnet sich langsam auf einen dunklen und temperierten Raum. Die Wände aus einem quarz - und glimmerhaltigen Kalkgestein bewahren die Erinnerungen der vergangenen Jahrhunderte. In einer Nische befinden sich leere Flaschen mit berühmten Etiketten großer Burgunder Jahrgänge, Überreste einer früheren Kostprobe und es sieht so aus, als ob sie schon immer hier gewesen wären. Im gewölbten Keller warten die Eichenfässer des 2. und 3. Weins der bekannten Bordeaux-Chateaux (Margaux, Figeac) auf die Ernte des Jahres 2000. Hier, in diesem Respekt einflössenden Gebäude des XV. Jahrhunderts "ist die Weisheit zu Hause" sagt jedenfalls Jacques Genet, der Besitzer des Weinguts und an diesem Ort wird der Wein zehn Monate lang reifen, wachsen und seine Vielfältigkeit in der Stille des Kellers entwickeln.

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Der joviale, hart arbeitende Mann führt uns dann zu einem Umpumpfass, wo der Most vom Clos de la Cure langsam belüftet wird. "Sehen Sie, er hat bereits jetzt eine schöne, karminrote Farber". Dann beugt er sich weiter nach vorn und atmet die « göttliche », nach kleinen roten Früchten riechende Flüssigkeit ein. Michel Pinard freut sich, uns den neuen Jahrgang beschreiben zu können: "In diesem Stadium kann man die Charakteristiken des Jahrgangs bereits vorhersagen. Es wird ein Jahr des Typs Val de Loire, mit dunkler, rubinroter Farbe, die jedoch nicht purpurrot sein wird und reichhaltiger Saftsäure. Der Wein wird somit eine leicht säuerliche Tendenz aufweisen, die den Charme der bekannten Chinons ausmacht".
Diese Weinlese 2000, mit ihrem besonders guten sanitären Zustand, ist vor allem das Ergebnis der Arbeit eines ganzen Teams, einer Arbeit, die nicht zuletzt auch auf den Weinbergen selbst stattfindet. Entlaubung und Ausdünnung, um die Reife der Trauben zu begünstigen. Grüne Weinlese, was darin besteht, die überzähligen Trauben zu entfernen, um ein gleichmäßiges Reifen der Früchte bis zur Weinlese zu gewährleisten. "Wir haben alles Menschenmögliche getan" versichert uns Michel Pinard "und haben schöne Konzentrate erhalten". Auch bei dieser siebzehnten Weinlese auf dem Weingut behält Michel Pinard, trotz seiner Müdigkeit, sein Lächeln und man sieht ihm die Begeisterung für seinen Beruf an, denn dieser, aus der Bretagne stammende Mann hat sich anscheinend folgende Devise von Rabelais zu eigen gemacht: "Wein erfreut die Herzen!".
[Fortsetzung der Reportage...] |
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