Auf dem ton- und kalkhaltigen Boden der Varennes du Grand Clos, wächst der Wein an sanft ansteigenden Hügeln bis hinauf zu großen Nussbäumen. Jung, stämmig, mit gerade erst sprießenden Barthaaren, schwitzt der junge Träger in der fischen Morgenluft. Nichts unterscheidet ihn von den anderen Trägern in seinem Alter, mit Ausnahme eines unbestimmbaren Akzents: "Ciboire ! Lade dem Tiiier nicht zu viel auf".

Im Land der Renaissance und des Humanismus, kultiviert das Weingut Charles Joguet die Liebe für den Wein und die Menschen. Unter den 50 Weinlesern, die mit der Gartenschere in der Hand die Reihen der Rebstöcke durchschreiten, stammen über zehn aus dem kanadischen Québec. Unsere jungen Vettern aus Amerika entdecken Frankreich anhand seiner Weinberge und verdienen auf diese Weise ihr Reisegeld. "Diese sympathische Truppe", wie Alain Delaunay, der Gutsverwalter sie gerne nennt, "wurde hier ganz begeistert aufgenommen". Die jungen Studenten sind in Tavant, einige Kilometer vom Weingut entfernt, in einem alten, aus dem XV. Jahrhundert stammenden, renovierten Gebäude untergebracht, das früher zu den klösterlichen Gebäuden der Abtei gehörte.

[Fortsetzung der Reportage...]